DAS ALBTRAUMPROTOKOLL-c

952 Worte

Er konfrontierte sie nicht mit der Lüge. Er nickte nur langsam. „Wenn du noch einen hast …“, sagte er. „Mir geht es gut.“ „Wenn du noch einen hast“, fuhr er fort, als hätte sie nichts gesagt, „kannst du mich anrufen. Jederzeit. Mitten in der Nacht. Egal. Ich komme.“ „Du musst nicht …“ „Ich weiß, dass ich nicht muss.“ Seine Stimme war jetzt fest. Endgültig. „Ich sage dir, ich werde kommen.“ Und damit ging er. Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss. Lysandra stand mitten in ihrem Zimmer, umgeben von den Spuren der letzten Nacht – zerwühlte Laken, die Decke, die sie über ihn gelegt hatte, lag nun auf dem Boden, die Nachwirkung seiner Anwesenheit. „Ich komme“, hatte er gesagt. Als wäre es selbstverständlich. Als gäbe es keine Zweifel. Als wäre ihr Albtraum sein Notfall. Sie wusste n

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