Fünf

755 Worte
Dritte Person Perspektive „Was zum Teufel glaubst du, was du da tust?“, brüllte Lucas und sein Zorn richtete sich gegen ihre Ex-Freundinnen, die Ember gerade in den See gestoßen hatten. Diana, Vera und Fiona sprangen auf, Angst löste ihre anfängliche Aggression ab. Die Anwesenheit der Drillinge hatte sie erschreckt. Lucas tauchte in den See ein und zog Ember, die bereits bewusstlos war, aus dem Wasser. Er überprüfte schnell ihren Puls und seufzte erleichtert, als er wusste, dass sie noch lebte. Calebs Augen verengten sich beim Anblick ihrer Ex-Freundinnen. „Wagt es, unserer Gefährtin die Hand zu erheben?“ Tristens Blick war durchdringend, seine Stimme kalt und bedrohlich. „Ihr solltet dankbar sein, dass wir euch nicht auseinanderreißen, weil ihr sie angegriffen habt.“ „Verschwindet“, befahl Lucas und die Mädchen verschwanden aus dem Blickfeld. Obwohl die Drillinge unglücklich darüber waren, dass sie mit Ember verbandelt waren, die sie verabscheuten, waren sie sehr besitzergreifend und beschützend gegenüber allem, was ihnen gehörte, und das schloss Ember ein. „Du bist zu einem echten Problem für uns geworden, Ember. Unsere Leben waren schon kompliziert genug, ohne dieses Durcheinander“, brummte Lucas und starrte auf Embers reglosen Körper. „Wir sollten sie zurücknehmen. Sie ist jetzt unsere Verantwortung, ob wir es wollen oder nicht“, murmelte Caleb. „Wir sollten sie ins Krankenhaus bringen“, stimmte Lucas zu. Tristen hob Ember behutsam in seine Arme, ihr schlaffer Körper lehnte sich an ihn. Die Drillinge bewegten sich schnell und ließen den See hinter sich, als sie zu ihrem Auto gingen. Sie legten sie auf den Rücksitz des Autos, mit dem Kopf auf Calebs Schoß, Lucas am Steuer und Tristen am Beifahrersitz. „Dieses Durcheinander muss schnell ein Ende haben. Sie darf uns nicht weiter belästigen“, knurrte Tristen. Lucas warf ihm einen strengen Blick zu. „Sie ist unsere Gefährtin, Tristen. Wir können sie nicht einfach im Stich lassen. Die Mondgöttin hat sie für uns ausgewählt.“ „Ja, und was dann? Sag bloß nicht, dass du wirklich daran interessiert bist, mit ihr zusammen zu sein? Sie ist eine Omega. Ich verstehe nicht einmal, warum du wolltest, dass wir unsere Freundinnen abservieren“, erwiderte Tristen. „Was würden die Ältesten des Rudels denken, wenn sie herausfinden, dass wir immer noch mit anderen Mädchen herumalbern, nachdem wir unsere Gefährtin gefunden haben? Wir werden bald zu Alphas gekrönt, also wird jede unserer Handlungen registriert“, erklärte Lucas. „Mir ist sie egal, aber um unser Ansehen willen sollten wir in der Öffentlichkeit so tun, als akzeptieren wir sie“, fuhr er fort. „Ich werde mich bestimmt nicht dazu zwingen, nett zu diesem Mädchen zu sein“, erwiderte Tristen. „Nur in der Öffentlichkeit, Tristen. Wir können uns sowieso nicht gegen den Gefährtenbund wehren, also sollten wir es zum Laufen bringen“, sagte Caleb und starrte Tristen an. „In Ordnung“, sagte Tristen und verdrehte genervt die Augen. Als sie im Krankenhaus ankamen, erklärten sie dem medizinischen Personal die Situation. Ember wurde in den Notfallraum gebracht und die Drillinge gingen nervös im Wartebereich auf und ab. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ein Arzt aus dem Notfallraum. Die Drillinge näherten sich nervös, bereit, über Embers Zustand informiert zu werden. „Sie ist jetzt stabil“, informierte sie der Arzt. „Sie erholt sich gut, aber sie könnte etwas Zeit brauchen. Deshalb bleibt sie im Krankenhaus, damit wir ihren Fortschritt überwachen können.“ Lucas nickte erleichtert. „Können wir sie sehen?“ Der Arzt führte sie zu Embers Zimmer. Embers Perspektive Ich hatte solche Schmerzen, dass selbst das langsame, rhythmische Piepen des Herzmonitors zu einem Lärm in meinem pochenden Kopf wurde. Ein Schmerz durchfuhr meinen Körper, als die Erinnerungen zurückströmten. Die Drillinge hatten herausgefunden, dass ich ihre Gefährtin bin, und dann der brutale Angriff durch die Ex-Freundinnen. Ich verzog das Gesicht, als ich versuchte, mich aufzusetzen, aber der Schmerz hielt mich zurück. Meine Augen blinzelten, um sich an das harte Licht des Krankenzimmers anzupassen. Der Raum war klein und nur minimal dekoriert. „Entspannen Sie sich, es würde noch mehr wehtun, wenn Sie sich weiterbewegen“, sagte die Krankenschwester höflich neben mir. „Hier“, sagte sie und reichte mir ein Glas Wasser. Ich seufzte entspannt, als das Wasser meine trockene Kehle benetzte. Das Geräusch der Krankenhaustür, die geöffnet wurde, zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Meine Augen weiteten sich beim Anblick der Drillinge, die ins Zimmer kamen. Sind sie gekommen, um auch mich zu quälen?
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