Kapitel 25 – Der Pfad der Schatten

1193 Worte

Der Morgen über den Ruinen von Aurelion war still, doch es war keine friedliche Stille. Es war die Art von Stille, die entstand, wenn eine Stadt ihre Seele verloren hatte. Arin stand auf einem zerbrochenen Balkon aus schwarzem Stein und blickte über das weite Tal. Nebel kroch zwischen den zerstörten Türmen und eingestürzten Hallen hindurch wie ein lebendiges Wesen. In der Ferne ragten die gezackten Mauern der alten Akademie der Magier empor – halb eingestürzt, aber immer noch voller dunkler Geheimnisse. Hinter ihm knisterte ein kleines Feuer. Lysandra saß daneben und überprüfte die Runen auf ihrem Stab. Das schwache blaue Licht der Zeichen spiegelte sich in ihren Augen. „Du hast wieder nicht geschlafen“, sagte sie ohne aufzusehen. Arin antwortete zunächst nicht. Seine Finger lagen fe

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