ALISAS SICHT Das Tal hatte sich verändert, als wir am nächsten Morgen das Frühstück beendet hatten. Das goldene Licht der Dämmerung war zu einem weichen, dunstigen Gold geworden, das die Kiefern in lebende Säulen vor einem Himmel verwandelte, der von blassem Lavendel durchzogen war. Ich stand barfuß auf der Veranda, die Holzbretter warm unter mir, und beobachtete, wie ein einzelner Habicht hoch über dem Kamm kreiste, bevor er zum fernen Bach hinabstürzte. Die Luft trug den scharfen Biss des Morgentaus und die leichte Süße der Wildblumen, die in den Wiesen darunter noch blühten. Es fühlte sich an, als hätte die Welt genau auf diesen Moment gewartet – still, unberührt, wartend, dass wir hineintreten. Kael trat neben mich, seine Schulter streifte meine, und reichte mir eine frische Tasse

