Die Gelübde

697 Worte

Evelyn Am Tag ihrer Hochzeit war die Morgendämmerung blass und golden, und das Sonnenlicht fiel durch die dünnen Vorhänge in weißen Bändern. Evelyn Hartwell stand vor ihrem Spiegel, die Hände fest ineinander verschränkt, während die Zofen die Spitze ihres Kleides zurechtrückten. Sie erkannte die Frau im Spiegel kaum wieder — war das wirklich sie? Das Mädchen, das sich einst hinter Büchern und familiären Pflichten versteckt hatte, sollte nun an der Seite des brillantesten Feuerkopfes der Stadt stehen? Ihr Herz flatterte, als sie an Adrian dachte. Trotz all seiner ruhelosen Ambitionen, trotz all der Stunden, die er in Reden und Ratsdebatten steckte, hatte er sie gewählt. Er hatte mehr als einmal gesagt: *„Ich habe dich geliebt, bevor ich sonst etwas zu lieben hatte.“* Diese Worte hatten

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