Nachdem er Emma einen Stuhl angeboten hatte, setzte er sich an den Tisch, um zu frühstücken. Er entschuldigte sich ob dieser Unhöflichkeit. »Herr Notar,« sagte sie, »ich möchte Sie bitten….« »Um was denn, gnädige Frau? Ich bin ganz Ohr!« Sie begann ihm ihre Lage zu schildern. Guillaumin wußte bereits alles, da er in geheimer Geschäftsverbindung mit Lheureux stand, der ihm die Hypothekengelder zu verschaffen pflegte, die man dem Notar zu besorgen Auftrag gab. Somit kannte er – und besser als Emma – die lange Geschichte ihrer Wechsel, die erst unbedeutend gewesen, von den verschiedensten Leuten diskontiert, auf lange Fristen ausgestellt und dann immer wieder prolongiert worden waren. Jetzt hatte sie der Händler allesamt protestieren lassen und auf seinen Freund Vinçard abgeschoben, der d

