Epilog

461 Worte

Lukas’ Sicht Der Krieg endete nicht mit einem Knall. Er endete mit Stille. Nicht mit der Art von Schreien – sondern mit der Art von Warten. Geduldig. Sanft. Wie die Stille zwischen zwei Herzschlägen, wenn man nicht sicher ist, ob der nächste kommt. Wir begruben die Letzten von ihnen an einer Klippe, wo der Wind ihre Namen tragen konnte. Maya stand neben mir, ihre Hand um meine geschlungen wie eine Rettungsleine. Oder vielleicht war es auch umgekehrt. Sie trug Weiß. Kein Kleid. Ein T-Shirt. Aus meiner Schublade gestohlen. Sonnengebleicht und übergroß, als wollte sie in etwas Vertrautem verschwinden. Sie hatte Dreck auf den Knien, eine Schnittwunde heilte auf ihrer Wange, und ich hatte noch nie in meinem Leben etwas Heiligeres gesehen. „Glaubst du, sie wären stolz auf uns?“, fragte si

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