Mayas Sicht Wir rannten nicht. Wir bluteten vorwärts. Durch hohle Korridore, die wie Adern pulsierten – schwache rote Lichter pulsierten über uns, und jedes Flackern ließ mich auf Alarme gefasst sein, die nie kamen. Lukas ging mit erhobener Waffe voran. Mira blieb hinter mir, ihre Klinge noch feucht. Und in meinen Armen zitterte das Mädchen – der Kern – wie etwas, das sich aufzulösen versuchte. Sie hatte nicht gesprochen, seit wir die Halle der Echos verlassen hatten. Kein einziges Wort. Aber das war auch nicht nötig. Die Luft um sie herum verzerrte sich. Nicht visuell. Noch nicht. Aber etwas Tieferes. Der Druck veränderte sich, als sie vorbeiging. Miras Kiefer verkrampfte sich alle paar Sekunden, als hätte sie Migräne. Lukas berührte immer wieder seinen Hals. Und ich? Mein Puls

