8 Yulia Siebeneinhalb Stunden. Der Zug hat siebeneinhalb Stunden in dem Tunnel festgesteckt. Die Erleichterung, die mich überkommt als sich die Türen endlich an der nächsten Station öffnen, ist so stark, dass ich zittere. Oder aber ich zittere vor Hunger und Durst. Ich kann es nicht sagen. Ich steige aus dem verfluchten Zug, schiebe mich durch die Horde erschöpfter, gestresster Pendler und nehme die Rolltreppe nach oben. Ich muss Obenko umgehend anrufen; meine Kontaktpersonen müssen vor Sorgen verrückt sein. »Yulia? Was zum Henker ist passiert?« Wie zu erwarten war, ist Obenko wütend. »Wo bist du?« »Rizhskaya.« Ich nenne ihn den Namen der Station, die sich etwa zwanzig Haltestellen von meinem Ziel entfernt befindet. »Ich war in dem Kaluzhsko-Rizhskaya Zug.« »Scheiße. Du hast wegen

