Der 30. Dezember war ein Tag der erzwungenen Stille, ein Tag, an dem die Welt draußen sich anzuspannen schien, als würde sie den Atem anhalten für den nächsten, entscheidenden Schlag. Die Sonne ging blass und kalt auf, warf lange, scharfe Schatten über die verschneite Ranch, und der Wind flüsterte durch die Kiefern wie ein warnendes Flüstern. Nach dem Mob vor dem Tor hatte die Stadt eine Pause eingelegt – als würde sie neue Kraft sammeln, als würde sie warten, bis der Schmerz am tiefsten saß. John, Emma und Lily verbrachten den Vormittag in einer Art Waffenstillstand mit der Welt draußen: nackt, eng umschlungen im großen Bett, die schweren Vorhänge fest zugezogen, die Handys ausgeschaltet und versteckt. Der Raum roch schwer nach ihnen – nach Schweiß, nach s*x, nach dem moschusartigen Duft

