Emma fuhr mit klopfendem Herzen die lange Auffahrt zur Ranch hinauf. Es war schon dunkel, die Sterne funkelten über den Weiden, und nur das Licht auf der Veranda brannte. John hatte geschrieben: „Komm um neun. Lily ist zu Hause, aber das stört uns nicht.“ Seit der Konfrontation mit Lily in der Gasse waren zwei Tage vergangen. Zwei Tage, in denen Emma ständig an diesen Kuss denken musste – an Lilys wütende Lippen, an die Hitze ihrer Hände, an das unerwartete Verlangen, das zwischen ihnen aufgeflammiert war. Sie hatte John nichts davon erzählt, dass sie seitdem jede Nacht von Lily träumte. Von ihren grünen Augen. Von ihrem Körper. John öffnete die Tür, bevor sie klopfen konnte. Er trug nur Jeans, oberkörperfrei, die Muskeln zeichneten sich im warmen Licht ab. Seine Augen waren dunkel vor L

