Neunter Gesang

1037 Worte

Neunter GesangDie Bettgenossin des bejahrten Tithon Erblaßte schon am Morgensaum des Himmels, Dem Arm des süßen Buhlen sich entreißend, Von Edelsteinen glänzte ihre Stirne, In der Gestalt des kalten Tiers geordnet, Das mit dem Schwänze Stiche gibt den Menschen; Und zwei der Schritte, die sie steiget, hatte Die Nacht zurückgelegt dort, wo wir standen, Und seine Flügel senkte schon der dritte, Als ich, der Adams Erb' ich bei mir führte, Vom Schlaf besiegt, aufs Gras mich niederbeugte, Wo wir erst alle fünf gesessen hatten. Zu jener Stund', in der ihr traurig Klaglied Die Schwalbe, da der Morgen naht, beginnet, Wohl in Erinnrung ihres ersten Jammers, Und unser Sinn, dem Fleische mehr entfremdet Und nicht so sehr verstricket in Gedanken, Wie göttlich ist in seinen Visionen, G

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