Neunzehnter Gesang

1036 Worte

Neunzehnter GesangZur Stunde, da nicht mehr des Tages Wärme Vermag den Frost des Mondes zu erlauen, Besiegt von Tellus, manchmal von Saturn auch, Wenn fern im Orient die Geomanten Ihr größtes Glück sehn aufgehn vor der Dämmrung Auf einem Weg, der kurze Zeit noch dunkelt, Erschien dem Träumenden ein stotternd Weib mir, Mit schelem Blick, gekrümmt auf seinen Füßen; An Händen krüppelhaft und bleich von Farbe. Ich schaut' auf sie, und wie die Sonn' erquicket Die kalten, von der Nacht beschwerten Glieder, Also macht' ihr mein Blick behend zum Reden Die Zung' und richtete sodann ganz auf sie In wenig Zeit, und ihr entstelltes Antlitz, Gleich wie's die Lieb' erheischet, also färbt' er. Nachdem die Sprach' ihr so gelöst war worden, Begann zu singen sie, so daß mit Mühe Den Sinn vo

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