Neunundzwanzigster GesangVom vielen Volk und den verschiednen Wunden War also mir das Auge trunken worden, Daß es zu ruhn sich und zu weinen sehnte. Doch zu mir sprach Virgil: »Was starrst du länger, Was weilen noch dort unten deine Blicke Bei den verstümmelten betrübten Seelen? So tat'st du ja nicht bei den andern Bulgen. Denk', wenn du meinst, die Geister all' zu zählen, Daß zweiundzwanzig Meilen dieses Tal kreist Und schon der Mond steht unter unsern Füßen. Nur wenig Zeit ist uns annoch vergönnet Und mehr zu schaun, als du allhier erblickest.« ›Wenn auf die Ursach' du gemerket hättest,‹ Entgegnet' ich ihm drauf, drob ich hinabsah, ›Hätt'st du mir wohl noch stillzustehn gestattet.‹ Dieweil von dannen ging mein Führer, folgt' ich Ihm nach, und fernerhin ihm Antwort gebend,

