Kapitel 2
Ich starrte auf meinen Handy Bildschirm, mein Herz raste wie ein Hase auf Steroiden. „Oh mein Gott, das kann nicht wahr sein“, rief ich aus, und meine Stimme hallte durch das kleine Wohnzimmer.
Ich schloss die E-Mail sofort und klickte erneut darauf, um sicherzugehen, dass ich mich nicht getäuscht hatte. Meine Augen überflogen die Worte, als wären sie eine goldene Eintrittskarte für ein besseres Leben.
Lycaon Enterprises@gmail.com
„Sehr geehrte Frau Selena Isolde,
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihre Bewerbung für ein Vorstellungsgespräch bei Lycaon Enterprise ausgewählt wurde.
Die Worte tanzten auf dem Bildschirm und versprachen mir eine bessere Zukunft. Das war es, die Chance, dem grauen Alltag und meinem langweiligen Leben zu entfliehen und neu anzufangen. Ich konnte es kaum glauben. Wenn ich ausgewählt würde, würde sich mein Leben für immer verändern.
Ich hatte mich mental und emotional schon mehrmals auf diesen Moment vorbereitet, aber nichts hätte mich auf die Welle der Aufregung vorbereiten können, die durch meine Adern strömte. Ich bin so glücklich.
„Selena“, ich spürte, wie mich jemand schüttelte. Ich schaute auf und sah Isabellas besorgtes Gesicht über mir.
„Was ist los? Was ist passiert? Warum schreist du so? Ich habe deinen Namen gerufen, was hast du auf deinem Handy gesehen, dass du mich nicht gehört hast, bis ich dich geschüttelt habe?“, fragte Isabella aufgeregt.
Ich blinzelte, atmete tief durch und drehte mich zu ihr um. „Beruhige dich, was soll ich zuerst beantworten? Lies einfach die E-Mail, sie wird alle deine Fragen beantworten“, sagte ich, reichte ihr mein Handy und versuchte, meine Aufregung zu verbergen.
Isabellas Augen weiteten sich, als sie den Bildschirm las. „Was? Du wurdest zu einem Vorstellungsgespräch bei Lycaon Enterprise eingeladen? Ist das wahr? Das Unternehmen, das zu den größten und renommiertesten Organisationen der Welt gehört? Wow, Mädchen, du hast es geschafft.“
Isabella las die E-Mail noch einmal und überprüfte jedes Wort, um sicherzugehen. „Aber das ist morgen“, sagte sie, und ich sah sie sofort an.
„Was meinst du mit morgen?“, fragte ich mit einer Spur von Panik in der Stimme. „Sieh selbst“, sagte sie und reichte mir das Telefon.
Ich schnappte mir das Telefon zurück und überflog den Bildschirm noch einmal. „Und das Vorstellungsgespräch ist für morgen um 10 Uhr angesetzt. Bitte kommen Sie nicht zu spät und geben Sie uns Bescheid, wenn Sie morgen nicht verfügbar sind“, las ich vor.
„Oh mein Gott, wie soll ich mich denn vorbereiten? Ich hoffe, ich vermassel es morgen nicht. Wenn ich den Job bei der Enterprise wirklich bekomme, habe ich es geschafft“, flüsterte ich, mein Herz sank mir in die Hose, und mir lief bereits die Zeit davon.
Isabella legte mir beruhigend die Hand auf die Schulter. „Du schaffst das, Selena. Du hast es drauf. Sei einfach du selbst und zeig ihnen, was du kannst. Ich vertraue dir.“
Ich nickte und spürte, wie mir eine Welle der Entschlossenheit überkam. Ich werde dieses Vorstellungsgespräch rocken und den Job bekommen.
„Also, meine Dame, geh jetzt bitte früh in dein Zimmer, damit du morgen früh aufwachen und in guter Verfassung sein kannst. Ich werde dir morgen früh beim Vorbereiten helfen“, sagte Isabella und schob mich in Richtung meines Zimmers.
Als ich mein Zimmer betrat, überkam mich ein Gefühl der Unruhe.
Was, wenn ich nicht gut genug war? Was, wenn ich es vermasselte?
Ich schob die Zweifel beiseite und konzentrierte mich auf die Aufregung, die mich durchströmte. Ich lag auf meinem Bett und starrte an die Decke, während mir die Möglichkeiten durch den Kopf schwirren. Dies war eine Chance, mein Leben zu verändern, und ich würde sie nutzen.
In Gedanken versunken, riss mich das Klingeln meines Telefons aus meinen Gedanken – und ich sah, dass meine Eltern anriefen.
„Hey, Mama“, sagte ich und nahm den Anruf entgegen.
„Hallo, Schatz, wie war dein Tag?“, fragte meine Mutter mit warmer, fürsorglicher Stimme.
„Es war okay“, antwortete ich und versuchte, möglichst beiläufig zu klingen.
„Wie war das Vorstellungsgespräch heute? Ist es gut gelaufen?“, fragte sie.
„Du musst nicht nach etwas Offensichtlichem fragen, du bist so dumm. Natürlich ist es nicht gut gelaufen, hast du das nicht gesehen? Sie hat nichts darüber gesagt. Wenn es gut gelaufen wäre, hätte sie nicht sofort geschwiegen, als sie abgenommen hat. Sie ist genau wie du. Sie kann nichts richtig machen“, sagte mein Vater, und ich änderte sofort meine Meinung, ihnen von meinem Vorstellungsgespräch bei Lycaon Enterprise zu erzählen.
Die Stimme meiner Mutter war wie ein Streichholz, das Benzin entzündete und ein Feuer der Wut und Frustration entfachte. „Hey, warte mal, was meinst du damit, sie sei genau wie ich und könne nichts richtig machen? Was habe ich denn nicht richtig gemacht, und außerdem habe ich dich nicht gefragt oder mit dir gesprochen. Warum musst du dich in alles einmischen?“, spuckte sie, ihre Worte trieften vor Gift. Und damit begann eine weitere Runde Streit.
„Ich rufe dich zurück, wenn ich mit diesem billigen Betrüger fertig bin.“ Die Worte meiner Mutter waren wie ein Schlag ins Gesicht, eine harte Erinnerung an die giftige Dynamik, die für sie zur Normalität geworden war.
Das Gespräch endete abrupt und hinterließ bei mir das Gefühl, Zuschauerin eines Autounfalls zu sein, unfähig, wegzuschauen. Die Stille war bedrückend, schwer von unausgesprochenen Worten und ungelöster Wut.
Als ich dort lag, schien sich die Dunkelheit um mich herum zu schließen und mich mit dem Gewicht ihrer dysfunktionalen Beziehung zu ersticken. Meine Adoptiveltern, zwei Menschen, die sich nicht ausstehen konnten, aber dennoch in einer lieblosen Ehe gefangen blieben.
Sie waren schon so gewesen, bevor sie mich im Alter von 6 Jahren adoptierten, und ich hatte mich an die Spannungen, die Streitereien und das Schweigen gewöhnt.
Bald schlief ich inmitten meiner Gedanken ein, mein Kopf schwirrte voller Was-wäre-wenn-Fragen, und ich konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass sich mein Leben auf eine Weise verändern würde, die ich mir nicht einmal vorstellen konnte.
Das Sonnenlicht brach durch mein Fenster und strahlte mir ins Gesicht. Ich öffnete schläfrig die Augen und blinzelte in das helle Licht.
7:30 Uhr, die Uhrzeit starrte mich vom Display meines Handys an und erinnerte mich unerbittlich daran, dass ich zu spät dran war. Ich habe letzte Nacht lange geschlafen und die Aufregung war überwältigend.
Ich sprang aus dem Bett, mein Herz raste, als ich zur Dusche eilte. Das Wasser war so erfrischend, dass ich spürte, wie meine Sinne erwachten. Ich zog mich schnell an, meine Finger flogen über den Knöpfen meines Anzugs und ich strich mir die Haare glatt.
Die Sonne spiegelte sich im Wohnzimmerfenster und tauchte das Wohnzimmer und die Küche in ein warmes, orangefarbenes Licht.
Ich ging in die Küche, machte Kaffee und Waffeln zum Frühstück. Ich setzte mich an den Küchentisch und frühstückte. Isabella kam herein. „Guten Morgen, wie war deine Nacht?“, fragte sie und schaute auf die Waffeln.
„Gut, und deiner?“, antwortete ich und nahm ein Bissen von meinem Frühstück.
„Gut, und bist du bereit für das heutige Vorstellungsgespräch?“, fragte Isabella mit aufgeregter Stimme.
Ich nickte und spürte, wie mich eine Welle der Zuversicht überkam. „Ja, bereit und zuversichtlich“, sagte ich, schaute auf die Uhr, es war 8:30 Uhr, und mein Herz setzte einen Schlag aus. Ich schnappte mir meinen Laptop, meine Tasche war bereits gepackt und bereit zum Losgehen.
„Ich bin bereit und werde dem heutigen Vorstellungsgespräch mit Mut und Hoffnung entgegensehen. Und mein Taxi ist da“, sagte ich, als ich draußen die Hupe hörte.
Isabella lächelte, ihre Augen strahlten mich ermutigend an. „Na gut, dann wünsche ich dir viel Glück“, sagte sie, und ich wusste, dass sie es ernst meinte.
Ich verließ das Zimmer und ging direkt zu dem Taxi, das auf mich wartete. Ich setzte mich auf den Rücksitz, mein Herz pochte in meiner Brust, und gab die Adresse von Lycaon Enterprise an, wobei ich eine Mischung aus Aufregung und Nervosität verspürte.
Als ich am Bürogebäude ankam, überkam mich ein Gefühl der Ehrfurcht. Hier stand ich nun vor einem prächtigen Gebäude, das wahrscheinlich das renommierteste Unternehmen der Welt beherbergte.
Ich betrat die Lobby, mein Herz pochte in meiner Brust. Die Rezeptionistin lächelte und begrüßte mich. „Hallo, ich bin Selena Isolde und habe hier ein Vorstellungsgespräch.“
„Oh, einen Moment bitte“, sagte die Rezeptionistin und tippte auf ihren Laptop, um zu überprüfen, ob mein Name auf der Liste der Bewerber stand. „Gehen Sie einfach in die oberste Etage, dort wird man Sie empfangen“, sagte sie, und ich ging zum Aufzug. Ich stieg in den Aufzug und erreichte bald die oberste Etage.
Ich atmete tief durch und strich meinen Anzug glatt. Die Aufzugstüren öffneten sich und ich trat in die elegante, moderne Lobby der obersten Etage. Ich ging zur Rezeption und war voller Vorfreude. „Hallo, ich bin Selena Isolde und habe hier ein Vorstellungsgespräch“, sagte ich.
Die Rezeptionistin lächelte und nickte. „Hier entlang, Miss Isolde. Mr. Lycaon wartet auf Sie. Wissen Sie, dass Sie sich für eine Stelle als persönliche Assistentin bewerben? Sie haben großes Glück, dass der CEO dringend eine PA sucht“, sagte sie.
Ich schüttelte überrascht den Kopf. „Nein, das wusste ich nicht, das stand nicht in der E-Mail“, sagte ich.
„Oh, da muss ein Fehler in der E-Mail vorliegen. Sie sind hier, um sich für die Stelle als persönliche Assistentin des CEO zu bewerben“, sagte sie. „Oh, danke, dass Sie mich darauf aufmerksam gemacht haben“, sagte ich zu ihr.
„Gern geschehen“, sagte sie. Sie nickte und führte mich zum Büro des CEO. Ich wirkte selbstbewusst, war aber nervös – ein Vorstellungsgespräch für die Stelle als persönliche Assistentin des Big Boss. Wow. Als wir vor dem Büro des CEO ankamen, begann mein Herz schneller zu schlagen.
Die Empfangsdame klopfte an die Tür, und eine Stimme rief: „Herein!“
Sie öffnete die Tür und trat ein. Ich ging ebenfalls ins Büro, wo das helle Sonnenlicht und das Summen der Stadt draußen einen Kontrast zu der eleganten, modernen Einrichtung bildeten. Die Einrichtung war wunderschön.
„Sir, die Dame für das Vorstellungsgespräch ist da“, hörte ich die Empfangsdame sagen. Ich stand immer noch hinter ihr und konnte den Chef nicht sehen. „In Ordnung, Sie können gehen“, sagte eine Stimme, von der ich annahm, dass es die des Chefs war. Es war die bezauberndste und coolste Stimme, die ich je gehört hatte.
Die Empfangsdame entfernte sich und ging hinaus, dann wurde ich von dem faszinierendsten Anblick begrüßt, den ich je gesehen hatte.
Der CEO saß hinter seinem Schreibtisch, seine durchdringenden blauen Augen schienen sich in meine Seele zu bohren, er war der faszinierendste Mann, den ich je gesehen hatte, und seine markanten Gesichtszüge ließen mein Herz höher schlagen.
„Wie kann es jemanden geben, der so gut aussieht? Ist er wirklich mein Chef und kein Gott auf Erden?“, flüsterte ich, kaum hörbar, ohne zu merken, dass ich laut gesprochen hatte.
Der Blick des CEOs traf meinen, und ein Hauch von einem Lächeln spielte um seine Lippen. „Ich bin ein Mensch, kein Gott, Miss Selena“, sagte er mit amüsierter Stimme, was mich zutiefst beschämte.
Ich spürte, wie mir vor Verlegenheit die Wangen rot wurden, und wandte schnell den Blick ab, um mich zu sammeln.
Die Augen des CEO funkelten amüsiert, als er sich in seinem Stuhl zurücklehnen, ohne seinen Blick von mir abzuwenden. „Sollen wir mit dem Vorstellungsgespräch beginnen, Frau Isolde?“