Die Priester der Utopier sind außerordentlich fromm und deshalb sehr gering an Zahl. Es gibt nämlich in jeder Stadt nicht mehr als dreizehn, entsprechend der Zahl der Gotteshäuser, außer in Kriegszeiten. Dann aber ziehen sieben von ihnen mit dem Heere ins Feld und werden in der Zwischenzeit durch eine gleiche Anzahl ersetzt. Kommen dann die anderen zurück, so nimmt jeder von ihnen wieder seine alte Stelle ein. Die Überzähligen treten der Reihe nach an die Stelle der mit Tod Abgehenden; bis dahin sind sie Gehilfen des Oberpriesters, und einer wird an ihre Spitze gestellt. Die Priester werden vom Volke gewählt, und zwar wie die übrigen Beamten in geheimer Abstimmung, wodurch man Begünstigungen vermeiden will; die Weihe der Gewählten vollzieht dann ihr eigenes Kollegium. Die Priester leiten d

