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1598 Worte

ANN Es war 18:00 Uhr, und ich war völlig am Ende. Wie zur Hölle schaffte Rian das bloß? Er stand den ganzen Tag ununterbrochen unter Strom – und wenn ich „unter Strom“ sagte, dann meinte ich damit, dass er seit acht Uhr morgens im Rampenlicht stand und interviewt wurde. Erst die Pressekonferenz am Morgen, dann die dreistündige Fahrt hinunter nach Wales. Er hatte ein Krankenhaus eingeweiht, bei einem Mittagessen eine Rede gehalten, noch eine Pressekonferenz gegeben und schließlich eine Schule besucht. Dabei hatte er mich kein einziges Mal angesehen. Nicht ein einziges Mal. Und ich wusste das so genau, weil ich ihn den ganzen Tag beobachtet hatte. Ich wusste auch ganz genau, wie das enden würde: Ich würde ihm jetzt schmachtend hinterherlaufen, mich völlig erbärmlich fühlen und mich dar

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