Lucas Perspektive „Was sagst du zu dem, was im Palast passiert?“ fragte Vivian, während sie ihr Haar im Spiegel richtete. Ihre Stimme war ruhig, doch ich konnte die Sorge sehen, die sich hinter ihren Augen versteckte. Sie versuchte, stark zu wirken – wie immer. Ich seufzte tief und setzte mich auf die Bettkante. Der ganze Raum fühlte sich schwer an. „Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll,“ sagte ich leise. „Ich habe die Krieger schon ausgesandt, um das Rudel zu patrouillieren, aber es scheint nicht genug zu sein. Die Leute sterben weiter, Vivian. Jeden Morgen ist jemand anderes tot.“ Vivian drehte sich langsam zu mir um. Das goldene Licht der Lampe ließ ihre Augen glänzen. „Das Wichtigste,“ sagte sie und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, „ist, dass mir oder meinem ungeboren

