23 NIKOLAI Ich sollte aufhören, oder zumindest langsamer werden, aber ich kann nicht. Jetzt, wo ich sie wieder gekostet habe, ist der Hunger in mir zu stark, zu wild. Wie ein Alkoholiker, der seinen ersten Drink der Nacht hinuntergespült hat, kann ich mir nicht einmal vorstellen, mich zu mäßigen. Das dunkle Bedürfnis pulsiert in meinen Adern, ist ein Trommelschlag aus sexuellem Verlangen und einer tieferen, weniger definierten Sehnsucht, einem Verlangen, das aus meiner Seele zu kommen scheint. Mit den fransigen Resten meiner Selbstbeherrschung lege ich sie auf das Bett, vorsichtig, um ihren Arm nicht zu verletzen. Dort ist jetzt ein Schorf, der ihre seidige, goldfarbene Haut verunstaltet. Der Anblick nährt die wilde Bestie in mir und füllt meine Brust zu gleichen Teilen mit Besitzgier u

