57 CHLOE Hyperventilierend hebe ich meine Waffe und richte den Lauf auf den Fremden. »Lass deine Waffe fallen und geh zurück!« Ich will autoritär klingen, aber stattdessen kommen meine Worte in einem heiseren, zitternden Krächzen heraus, da meine Kehle rau vom Rauch ist. Der düstere Blick des Mannes zuckt für eine Millisekunde zu mir, aber er bewegt sich keinen Zentimeter. »Idi syuda, Slavchik.« Seine tiefe Stimme ist unheimlich ruhig. »Bystro.« Zu meiner Überraschung verstehe ich den ersten Teil des Satzes. Komm her, sagte der Fremde, und benutzte eine andere Verkleinerungsform des Namens unseres Kindes. Nikolais Blick verlässt das Gesicht seines Gegners nicht, obwohl ich weiß, dass er sich meiner Anwesenheit bewusst ist. Ich kann die tödliche Spannung spüren, die von ihm ausgeht,

