Kapitel 12-4

2628 Worte

Eine peinigende Verlegenheit, eine schamvolle Unruhe bemächtigte sich plötzlich des jungen Mädchens. »Sie lieben jemanden, nicht wahr?« fragte er mit zitternder Stimme. »Sie können es mir sagen, ich habe ja kein Recht auf Ihre Zuneigung. Sie lieben jemanden … « Sie errötete tief und war nahe daran, ihr Geheimnis preiszugeben. Sie fühlte, daß es ihr in ihrer Bewegung unmöglich gewesen wäre, zu lügen, zumal ihr die Wahrheit im Gesicht geschrieben stand. »Ja«, gestand sie endlich leise. »Aber ich bitte Sie, lassen Sie mich, Sie tun mir weh.« Jetzt waren die Qualen an ihr. War es denn nicht genug, daß sie sich gegen ihn verteidigen mußte? Sollte sie sich noch gegen sich selbst verteidigen müssen, gegen die Aufwallungen der Liebe zu ihm, die ihr manchmal allen Mut raubten? Wenn er so zu ihr

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