Mirandas Sicht Die Welt fühlte sich fern an, unwirklich – als würde ich alles durch eine Glasscheibe beobachten. Die Krankenschwestern arbeiteten noch immer an Anna, der Arzt bellte mit angespannter Dringlichkeit Befehle, Antonio flüsterte gebrochene Bitten vor sich hin. Doch all das wirkte gedämpft im Vergleich zu dem wilden Rhythmus meines Herzens. Ich drehte mich gerade rechtzeitig um, um zu sehen, wie Kaspar schwankte. Seine Finger lösten sich von meiner Schulter, sein großer Körper wurde plötzlich instabil. Zuerst dachte ich, er trete nur zurück, um den Heilern Platz zu machen, doch die unnatürliche Schlaffheit seiner Haltung jagte mir eine scharfe Warnung durch die Adern. „Kaspar?“ Er antwortete nicht. Im nächsten Moment knickten seine Knie ein, und er schlug mit einem dumpfen,
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