„Sie ist verzweifelt, Elara“, sagte Silas und wandte sich mir zu. „Eine Wölfin, die nichts mehr zu verlieren hat und deren Kopf voller Geheimnisse des Rates ist, ist gefährlicher als tausend Wächter.“ „Sie ist nicht mehr nur ein Wolf“, sagte eine Stimme aus dem Türrahmen. Kaelen stand dort und hielt ein kleines, blutbeflecktes Medaillon in der Hand – nicht meines, aber eines, das ich erkannte. Es war das, das Seraphina immer trug, von dem sie behauptete, es sei ein Familienerbstück. „Ich habe das im Flur gefunden“, sagte Kaelen und reichte es mir. „Es ist aufgebrochen. Schau hinein.“ Ich öffnete das Gehäuse. Anstelle eines Fotos oder eines Edelsteins befand sich darin ein winziges, verschrumpeltes Stück Fleisch. Es sah aus wie ein Fingerknochen, leuchtete jedoch mit einem unheimlichen,

