~Soren~ Ich starre auf Seite siebenunddreißig. Mein Gedicht. Dasjenige, das ich mitten in der Nacht geschrieben habe, als der Schlaf unauffindbar war. Als ich Dinge für jemanden empfand, die ich nicht empfinden sollte – für jemanden, den ich definitiv nicht wollen sollte. ‚Lass deinen Mund den meinen suchen in der Dunkelheit, Lass deine Hände erkunden, was deine Augen nicht sehen können. Lass deinen Körper all das sagen, was deine Lippen sich nicht zu sagen trauen.‘ Aber es hört dort nicht mehr auf. Unter meinen Worten, in einer anderen Schrift – seiner Handschrift – geht das Gedicht weiter. ‚Oh, ich brenne für das Verbotene, Für die Berührung, die verurteilt, Für das Verlangen, das verdammt.‘ ‚Mein Hunger kennt nichts anderes, als dass er will, und kennt weder Schuld noch Scham.‘

