Der Mittwoch kam, und Kael war wieder früh da. Diesmal hatte er mir schon Kaffee bestellt. Schwarz, ohne Zucker. Die Tasse stand auf der anderen Seite des Tisches, wie eine Aussage. Eine Aussage, die sagte: „Ich kenne dich. Ich habe aufgepasst.“ Ich setzte mich. Schieb die Tasse ein Stück von mir weg. Eine defensive Bewegung, die ich sofort bereute. Kael hatte es gesehen. Er sah immer alles. „Du kannst sie wieder zurückstellen“, sagte er leise, ohne Groll oder Wut. „Nein.“ Ich schob die Tasse wieder zu mir. „Danke.“ Sein Gesichtsausdruck veränderte sich ein wenig. Kein triumphierendes Lächeln. Nichts dergleichen. Eher ein aufmerksamer Blick. Ein Blick des Wartens. Ich hatte in der Woche seit unserem ersten Kaffee viel nachgedacht. Über Lila, die mich angerufen hatte – fröhlich, sie hatte

