Kapitel vierundfünfzig

687 Worte

Sie hieß Hanna und war eine Frau, die selbst bei schlechten Nachrichten ein strahlendes Lächeln aufsetzte. Das machte die schlechten Nachrichten umso schwerer zu ertragen. Sie war eine Freundin eines Bekannten. Ich hatte sie schon zweimal getroffen, einmal auf einer Party und einmal bei einem Treffen. Und so stand ich im Mai bei einer Vernissage neben ihr, wir beide warteten auf ein Glas Wein, das ewig auf sich warten ließ. „Hallo. Wie geht es dir?“, fragte sie. „Mir geht es gut“, sagte ich. „Woran arbeitest du gerade?“ „Ich arbeite am dritten Buch“, sagte ich. „Habe ich nicht von deinem zweiten Buch gehört? Und dass du mit jemandem zusammengezogen bist?“ „Ja“, sagte ich. Sie lächelte. „Kael Dravenmoor?“ „Ja“, sagte ich. Sie nickte, und ihre Stimme sagte viel aus, ohne dass sie etwas sagte

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