64 Peter Sie ist zu spät. Die Zeremonie soll in fünfundvierzig Minuten beginnen, und Sara ist immer noch nicht da. Ich werfe dem Fotografen, der betont auf seine Uhr schaut, einen vernichtenden Blick zu, und er erblasst und schaut weg, wobei er anfängt, mit seinen Manschettenknöpfen zu spielen, so als ob er das die ganze Zeit über getan hätte. Laut den Leibwächtern, die Saras Wohnung beobachten, sowie den Ortungsgeräten, mit denen ich sie bestückt habe, ist meine Braut immer noch mit ihrer Mutter zu Hause. Ich habe beide mehrmals angerufen, aber nur Lorna hat einmal abgenommen. »Sara hat Magenschmerzen«, hat sie mich kurz und knapp wissen lassen, dann aufgelegt – und seitdem landen meine Anrufe auf der Mailbox. Besorgt und zunehmend irritiert beobachte ich die Menschen, die in kleine

