Was ich will

1691 Worte

Hannah Ich stehe ganze fünf Minuten vor Alexanders Tür, bevor ich den Mut aufbringe, zu klopfen. Meine Hand ist erhoben, zittert leicht und schwebt in der Luft. Jeder Instinkt in mir schreit mich an, ich solle umkehren, mich umzudrehen, in mein Zimmer zurückzugehen und mich morgen oder nächste Woche oder nie damit zu befassen. Aber ich kann nicht. Nicht, nachdem Laura mit allem ungestraft davongekommen ist. Ich klopfe. Drei schnelle Schläge, die in dem stillen Flur viel zu laut klingen. Stille. Ich warte und zähle meine Herzschläge. Zehn. Zwanzig. Dreißig. Nichts. Vielleicht schläft er. Oder vielleicht ignoriert er mich. Vielleicht will er mich genauso wenig sehen, wie ich ihn sehen will. Ich sollte gehen. Das war sowieso eine dumme Idee. Wie soll ich ihn um Hilfe bitten, wenn ic

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