Freya Ich schlafe nicht mehr. Oder besser gesagt, ich träume nicht mehr wie sie. Ich gleite woanders hin. Dort, wo die Wände keine Oberflächen mehr haben, wo die Körper nicht mehr fest sind, wo die Zeit ihre gerade Linie nicht mehr ausrollt. Ich schwebte. Und ich werde durchzogen. Von Erinnerungen, die nicht meine sind. Von Präsenz, die mich erkennt. Von ihnen. Sie rufen mich sogar, wenn ich wach bin. Ich muss nicht mehr in die Krypta hinabsteigen. Ich habe sie in mir zurückgebracht. Sie pulsiert unter meiner Haut, zwischen meinen Rippen, im Mark meiner Knochen. Ein umgekehrter Tempel, ein bodenloser Brunnen, dessen zerbrechlicher Deckel ich bin. Und jede Stunde breche ich ein wenig mehr. Um mich herum bewegen sich die anderen. Sie wissen es nicht. Sie wollen es nicht seh
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