Kapitel 8: Das Zeichen der Nacht

999 Worte

Freya Die Nacht fällt nicht. Sie stürzt ein. Wir haben die Ruinen ohne ein Wort verlassen. Das Blut, schon fast trocken, klebt an meinen Sch temples, an meinem Hals, an meinen Fäusten. Es ist auf der Haut getrocknet wie eine zweite Rüstung, rissig, aber zäh. Die Stille ist unsere einzige Sprache, jetzt. Selbst Jason spricht nicht. Er folgt mir, einen Atemzug entfernt. Ich spüre es. Seinen Atem. Den Schmerz, den er verbirgt. Seine Augen in meinem Rücken. Meine Schritte versinken in einem zu weichen, von der Nacht durchtränkten Boden. Der Wald um uns gehorcht nicht mehr der Logik. Jeder Baum scheint fehl am Platz, jeder Ast beobachtet uns. Der Himmel ist tot. Keine Sterne. Kein Mond. Nichts als ein öliges Schwarz, das pulsiert, lebendig und schleimig. Ein Himmel ohne Blick. Aber in mir

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