Kapitel 12 – Zerbrochene Illusionen Ungeduldig fuhr Felix mit dem Finger den Rand seines zweiten Champagnerglases entlang, während die Musik des Balls gedämpft durch die hohe Halle schallte. Neben ihm stand Mick, sein bester Freund und zukünftiger Beta, der ihn mit hochgezogener Augenbraue musterte. „Du wirkst nervös, Felix“, sagte er leise. „Seit wann trinkst du vor dem dritten Tanz schon dein zweites Glas?“ Felix winkte ab, doch seine Augen blieben auf den Eingang gerichtet. Wo bleibt sie nur? Er hatte sie seit Tagen nicht gesehen. Ihr Duft verfolgte ihn, ihre Stimme hallte in seinem Kopf nach. Und heute… heute würde sie kommen. Das wusste er. Dann… endlich. Es war wie ein Flüstern in seinem Innersten, als der vertraute Duft den Saal durchzog. Intensiv, unverkennbar – eine Mischung

