Lilys Sichtweise Mein ganzer Körper war erschöpft, als ich in der Badewanne saß. Das Wasser war heiß, zu heiß, meine Haut lief rot an. Aber ich hatte keine Kraft mehr, Thara zu rufen und ihr das zu sagen. Vielleicht war es gut so, vielleicht würde die Temperatur helfen, seine Berührung zu verbrennen. Ich konnte sie immer noch spüren. Seine Hand auf meiner Brust, streichelnd. Seine Faust in meinem Haar, ziehend, bis es schmerzte. Seine Erregung, die an mir rieb, als er sich anschickte, mich anzugreifen. Die Geschehnisse im Fitnessstudio spielten sich immer wieder in meinem Kopf ab, wie eine schrecklich kaputte Schallplatte. Und die Panik, die ich damals verspürte, steigerte sich jedes Mal, wenn die Wiederholung von vorne begann. „Alles ist vorbei, Lily. Er kann uns nicht mehr erreichen.“

