Kapitel 34 – Der Schritt durch Stein

993 Worte

Der Morgen kam mit Nebel. Nicht dicht genug, um die Welt zu verbergen – nur genug, um sie unscharf zu machen. Genau so fühlte sich das Netz an. Ermüdet. Überdehnt. Aber wach. Liora stand allein am Rand der Lichtung. Seit der Nacht war etwas anders. Nicht im Klang der anderen – sondern in der Tiefe darunter. Sie spürte nun mehr als nur Verbindung. Sie spürte Richtung. „Du hast es auch bemerkt“, sagte Corvin hinter ihr. Sie nickte. „Der Riss.“ „Nicht in uns“, murmelte er. „Nein“, sagte sie leise. „In ihm.“ In der Festung war der dunkle Kreis nicht neu formiert worden. Die fünf Träger waren getrennt worden. Zwei lagen reglos in ihren Kammern. Einer hatte sein Fragment vollständig verloren – es war stumpf, grau, ohne Puls. Der Anführer stand allein vor dem Altar. Er hatte in der

Kostenloses Lesen für neue Anwender
Scannen, um App herunterzuladen
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Schriftsteller
  • chap_listInhaltsverzeichnis
  • likeHINZUFÜGEN