Kapitel 34

751 Worte

Lilys schwindende Gesundheit Die Kapelle roch nach feuchtem Stein und Kerzenwachs. Elara drückte sich gegen die kalte Wand und blickte durch einen Spalt im verbarrikadierten Fenster. Drinnen lag Lily zusammengekauert auf dem Altar wie eine zerbrochene Puppe, ihr kleiner Körper bewegte sich kaum. Mondlicht drang durch die Risse im Dach und zeichnete silberne Streifen auf ihr viel zu blasses Gesicht. Sie sah schlimmer aus. Viel schlimmer. Lilys Lippen waren rissig, ihre Wangen eingefallen. Die Seile um ihre Handgelenke hingen jetzt locker – nicht, weil jemand sie gelockert hatte, sondern weil ihre Arme dünner geworden waren. Eine hölzerne Tasse lag umgestürzt neben dem Altar, ihr Inhalt längst verschüttet und eingetrocknet. Elara grub ihre Fingernägel in die Handflächen. Das ist meine

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