Aria Fox stand vor den riesigen Glastüren des Hauptquartiers des Blackwood-Konzerns, ihr Herz hämmerte in ihrer Brust. Die Schulden und der Zustand ihres Vaters hatten sie zu diesem Moment gebracht, einem Treffen mit dem rätselhaften CEO, Elijah Blackwood. Es war nicht einfach gewesen, ein Treffen mit ihm zu vereinbaren, aber nach Stunden des Hingehaltenwerdens durch seine Sekretärin und der Weiterleitung an verschiedene Nummern konnte sie mit ihm sprechen. Als sie ihn schließlich erreichte, ihm sagte, wer sie war, und erklärte, dass sie dringend mit ihm sprechen musste, vereinbarte der Mann selbst ein Treffen für den nächsten Tag um Mittag.
Sie war an jenem Morgen mit einem großen Gefühl von Nervosität und Angst aufgewacht. Sie wusste nicht, wie das Treffen verlaufen würde, aber sie hoffte, dass alles gut ausgehen würde.
Das Gebäude ragte vor ihr auf, so hoch, als ob seine einzige Absicht wäre, jeden, der es ansah, klein fühlen zu lassen. Sein schlankes, modernes Design stand in starkem Kontrast zu dem kämpfenden Unternehmen, das sie mit ihrem Vater auf der anderen Seite der Stadt führte. Obwohl Fox and Co Corporate einst ausgezeichnet gewesen war, war es nichts im Vergleich zum Blackwood-Konzern. Aria runzelte die Stirn. Sie konnte nicht anders, als sich klein und unbedeutend angesichts solcher Pracht zu fühlen, selbst wenn es für einen Mann war, den sie nicht mochte.
Als sie die Lobby betrat, schien die Luft vor Energie zu knistern, man konnte das leise vibrierende Summen der Menschen hören, während sie ihrem täglichen Geschäft nachgingen. Die polierten Marmorböden reflektierten das Leuchten der Deckenlichter, und beschäftigte Führungskräfte eilten in ihren teuren Anzügen mit einer Aura von Selbstvertrauen und Erfolg vorbei. Hazels Herz raste, als sie sich dem Empfangstresen näherte.
„Guten Tag. Ich habe ein Treffen mit Elijah Blackwood", sprach sie unverblümt, ohne ihre Nervosität zu zeigen.
Die Empfangsdame schaute mit einem gut einstudierten Lächeln auf.
„Willkommen beim Blackwood-Konzern. Könnte ich bitte Ihren Namen haben?"
„Aria Fox."
Nach einem Moment des Tippens auf ihrer Tastatur nickte die Empfangsdame und schenkte ihr ein weiteres strahlendes Lächeln.
„Sie können in den 27. Stock gehen, Miss Fox. Mr. Elijah erwartet Sie."
Hazels Magen rumorte, als sie in den Aufzug trat und den Knopf für den 27. Stock drückte. Der Aufstieg fühlte sich zu langsam an, jede Etage verging wie eine Ewigkeit. Sie atmete tief durch und ihr Verstand füllte sich mit Gedanken an die Gesundheit ihres Vaters und seine Schulden, und genau so verschwand ihre Ängstlichkeit und sie war bereit, sich Elijah direkt zu stellen. Schließlich ging es um das Leben ihres Vaters.
Die Aufzugstüren öffneten sich und enthüllten einen schlanken, minimalistischen Korridor. Aria atmete tief durch und ging auf die imposanten Doppeltüren am Ende zu. Das goldene Schild, das den Namen des CEOs in großen, fetten Buchstaben zeigte, schrie ihr Geld entgegen. Mit zittriger Hand klopfte sie leise.
„Herein", rief eine befehlende Stimme von innen.
Aria stieß die Türen auf und betrat das Büro. Sie biss sich auf die Zunge. Das Design des großen Raumes war durchsetzt mit Kunst verschiedener Designs, zweifellos selten und Sammlerstücke. Die hohen Decken des Raumes ergänzten das Sonnenlicht, das in den Raum strömte und ihn mit seiner Wärme umhüllte. Und zuletzt war der Blick aus dem 27. Stock mit Blick auf die Stadt atemberaubend. Sie hätte stundenlang darauf starren können, aber ach, Aria wurde aus ihrer Trance von einer tiefen männlichen Stimme gerissen.
„Miss Fox, nehme ich an", sprach Elijah Blackwood mit einer Aura von Autorität und beobachtete sie mit seinen durchdringenden blauen Augen. Seine Präsenz war genau wie die Gerüchte sagten. Imposant. Aria lächelte in seine Richtung und nickte ihm zu, stand aber immer noch wie verwurzelt da.
„Hazel, bitte nehmen Sie Platz", sagte er und deutete auf einen Stuhl vor seinem Schreibtisch.
Aria nahm nervös den angebotenen Sitz, ihre Hände zitterten leicht. Sie konnte den kalkulierenden Blick des Mannes spüren, der sie studierte. Natürlich wusste er bereits, warum sie dort war. Er konnte die Verzweiflung in ihr riechen, aber trotzdem stählte sie ihren Verstand und sah ihn mit einer Aura von Selbstvertrauen an.
„Champagner oder Bourbon?", fragte er, während er auf die Minibar deutete, die Aria nicht bemerkt hatte, als sie das Büro betrat.
Sie schüttelte den Kopf.
„Nein, danke. Ich trinke nicht."
Elijah zuckte mit den Schultern und fuhr fort, seine Stimme kühl und gelassen.
„Aus dem, was Sie vorhin sagten, verstehe ich, dass Sie im Namen Ihres Vaters hier sind, der mir eine beträchtliche Schuld schuldet."
„Ja, Sir. Der Grund, warum ich gekommen bin, um Sie zu sehen, ist, um eine Verlängerung des Kredits zu erbitten. Sehen Sie, meinem Vater geht es nicht gut, aber ich hoffte, wir könnten etwas mehr Zeit bekommen, um die Zahlung zu arrangieren", erklärte Aria und versuchte ihr Bestes, die Fassung zu bewahren und den Mann zu überzeugen.
Elijah lehnte sich in seinem Stuhl zurück, sein Ausdruck unverändert.
„Ich bin mir der Situation bewusst, in der sich das Unternehmen Ihres Vaters befindet, es ist kein Geheimnis. Allerdings fürchte ich, dass ich keine Verlängerung anbieten kann. Geschäft ist Geschäft, und Schulden müssen beglichen werden."
Hazels Herz sank und Verzweiflung kroch ihre Kehle hoch. Sie zerbrach sich den Kopf darüber, was sie ihm sagen könnte, um seine Meinung zu ändern. Er war bekannt dafür, scharfsinnig und entscheidungsfreudig zu sein, und sein Ruf war in der Unternehmenswelt groß. An diesem Punkt war sie bereit, auf die Knie zu gehen und zu betteln.
„Aber Mr. Elijah", begann sie, wurde aber von dem imposanten Mann unterbrochen.
„Ich respektiere Ihren Vater. Wirklich, aber er von allen Menschen sollte wissen, dass eine Verlängerung das Unvermeidliche nur hinauszögern wird."
„Sie werden Ihr Geld trotzdem bekommen. Ich sage nicht, dass ich Sie nicht bezahlen werde. Ich..."
„Sehen Sie, ich ziehe es vor, Angelegenheiten schnell und effizient zu erledigen. Ich glaube nicht an Faulenzerei und Nichtstun. Außerdem ist dies nicht das erste Mal, dass ich Ihrem Vater eine Verlängerung gegeben habe. Wenn er damals nicht zahlen konnte, was lässt Sie glauben, dass er es in absehbarer Zeit tun würde?"
„Weil ich hier bin. Ich verspreche Ihnen, dass ich persönlich alles bringen werde, was wir Ihnen schulden. Kein Cent wird fehlen."
Elijah starrte sie eine Sekunde länger an und seufzte.
„Wie ich sagte, ich mag keine Faulenzer. Sie haben ungefähr eine Woche Zeit, um das Geld zurückzubringen, oder es werden rechtliche Schritte gegen Ihren Vater und sein Unternehmen eingeleitet. Wenn Sie also nichts anderes zu besprechen haben, würde ich gerne mit meiner Arbeit fortfahren."
„Sie können mir das nicht antun! Mein Vater ist krank. Er könnte bei all diesem Stress sterben. Bitte, ich brauche eine Verlängerung, um Sie zurückzuzahlen und ihn auch in ein Krankenhaus zu bringen", schrie Aria, ihre Wut sickerte durch ihre Worte.
Elijah warf ihr einen Blick zu. Arroganz und Dummheit, dachte er sich. Aria erholte sich von ihrem kleinen Fehler und fasste sich.
„Ich entschuldige mich dafür. Was ich sagen wollte, ist, gibt es eine andere Lösung? Einen anderen Weg, die Schulden zu begleichen?", fragte sie, ihre Stimme kaum über einem Flüstern.
Elijah verzog die Lippen und stöhnte über nichts Bestimmtes.
„Tatsächlich gibt es eine Alternative, die ich bereit wäre anzubieten. Sehen Sie, ich war beeindruckt von Ihrer Hartnäckigkeit bei der Suche nach einer Lösung und ich weiß, dass jeder, der mit Gerard Fox verwandt ist, ein harter Arbeiter ist. Ich könnte jemanden wie Sie hier gebrauchen. Ich kann Ihnen eine Position in meinem Unternehmen anbieten. Auf diese Weise können Sie seine Schulden mit Ihrem Gehalt abbezahlen und ihn vielleicht in ein Krankenhaus bringen."
Hazels Stirn runzelte sich in Verwirrung. Sagte dieser Mann, was sie dachte?
„Sie meinen einen Job?", murmelte sie zurück.
Elijah nickte.
„Genau. Damit jemand wie Sie den Mut aufbringt, heute hierher zu kommen, bedeutet, dass mehr in Ihnen steckt als nur Getöse. Sie könnten für mich arbeiten, mir helfen, einige meiner Angelegenheiten zu verwalten. Betrachten Sie es als eine Chance, die Schulden Ihres Vaters durch Dienst zurückzuzahlen."
Aria musterte den Mann und biss sich auf die Lippe, zerrissen von dem Angebot. Einerseits könnte der Job ihr helfen, alle ihre Probleme zu lösen, aber andererseits schüchterte sie die Vorstellung ein, für einen Mann zu arbeiten, der zu leben und Geschäfte zu atmen schien. Ganz zu schweigen von all den schrecklichen Gerüchten, die sie über ihn und seine Familie gehört hatte.
„Ich verstehe, dass das viel zu verarbeiten ist. Sie können mir in einem Tag eine Antwort geben. Denken Sie sorgfältig darüber nach, anstatt die Schuld in Geld zurückzuzahlen, werden Sie ohne Bezahlung für mich arbeiten, bis die Schuld beglichen ist. Es ist eine Win-Win-Situation."
Aria hielt bei seinem Ton inne. Es klang, als wüsste er etwas, das sie nicht wusste, aber sie ließ es durchgehen. Sie konnte die Anziehungskraft der Gelegenheit nicht leugnen, so unsicher sie auch war. Die Vorstellung, ohne Bezahlung zu arbeiten, war beängstigend, aber abgesehen davon, was sollte sie ihren Eltern sagen? Sie wusste, dass sie sich entscheiden musste, und am Ende tat sie es. Sie streckte Elijah ihre Hand mit einem unerschütterlichen Blick in ihren Augen entgegen.
„Ich akzeptiere Ihren Vorschlag, Sir. Ich werde für Sie arbeiten", sagte sie, ihre Stimme fest.
Elijah starrte auf ihre Hand, nahm sie aber trotzdem in seine.
„Ausgezeichnet. Willkommen beim Blackwood-Konzern. Sie fangen morgen an."
Bevor Aria antworten konnte, schwang die Tür auf.
„Dad, ich muss mit dir reden." Eine erregende Stimme erfüllte den Raum. Eine Stimme, der Aria keine Aufmerksamkeit schenkte.
Elijah gab ihr ein knappes Nicken und gab das Okay, den Raum zu verlassen. Mit dem geschlossenen Deal kribbelte Hazels Nerven vor Aufregung und einem Hauch von Angst. Sie mochte die Idee nicht, für einen Mann zu arbeiten, aber das war besser als nichts. Als sie selbstbewusst zur Tür des Büros schritt, bemerkte sie nicht den Mann, der auf sie zukam. Sie merkte es erst, als sie mit ihm zusammenstieß, was die Dokumente in seinen Händen zu Boden fallen ließ.
„Sind Sie blind?"
Das Knurren erreichte ihre Ohren, bevor es die Stimme der Irritation tat. Verdammt. Sie hatte Ärger.