11.

819 Worte

11.Das, was für Wronskiy fast ein ganzes Jahr hindurch der einzige Lebenswunsch gewesen war, der alle seine früheren Wünsche ersetzte; das, was für Anna ein unmöglicher, entsetzlicher, und gerade deshalb um so mehr verführerischer Traum von Seligkeit gewesen — diesem Wunsch war jetzt Genüge geschehen. — Bleich, mit bebenden Kinnbacken, stand er vor ihr und beschwor sie, sich zu beruhigen, ohne selbst zu wissen, worüber und worin. „Anna, Anna!“ sprach er mit bebender Stimme, „Anna, um Gottes willen!“ — Aber je lauter er rief, um so tiefer senkte sie das einst so stolze, heiterschöne, jetzt entehrte Haupt. Sie war gebrochen und stürzte von dem Diwan, auf welchem sie gesessen zu Boden, zu seinen Füßen; sie würde auf den Teppich geglitten sein, hätte er sie nicht gehalten. „Mein Gott! Verg

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