Die Nacht war zu still. Matthias erwachte vom Geräusch seines eigenen Atems – flach, schnell – wie das eines Mannes, der noch lief, nachdem die Ziellinie längst verschwunden war. Trotz der kühlen Luft klebte ihm der Schweiß auf der Haut. Mondlicht sammelte sich an der Decke, gebrochen durch das langsame Ziehen der Vorhänge im Luftzug. Irgendwo unten schlug die Uhr drei. Er setzte sich auf, bevor er sich erinnerte, wo er war. Das Bett. Das Zimmer. Der schwache Lavendelduft, der an Emmas Kissen hing. Sicherheit. Aber die Sicherheit fühlte sich immer noch geliehen an. Neben ihm regte sich Emma, ihre Hand suchte instinktiv nach ihm. „Noch einer?“, murmelte sie mit leiser, schlaftrunkener Stimme. Matthias presste eine Handfläche auf seine Augen. „Nur ein Traum.“ Es war keine Lüge, ab

