Mit bangem Blick steht sie in der Menschentraube und sieht zu, wie ein kaltweißer Michael schlaff in den Armen des anderen ebenso großen Mannes hängt und sich hinausbegleiten lässt. Julia stöckelt mit besorgter Miene hinterher. Als Michael Sebastian zu entgleiten droht, eilt Anthea an dessen andere Seite und legt sich Michaels Arm um ihre Schulter. Gemeinsam bringen sie den angeschlagenen Mann hinaus. Langsam hebt Michael den Kopf und unvorbereitet trifft sie sein Blick. Traurige, leere Augen, die scheinbar keine Hoffnung mehr sehen, keinen Lebensmut mehr haben. Und es ist dieser Blick, der den Widerstand tief in ihr, diesem Mann nicht helfen zu wollen, bröckeln lässt. Mit einem Mal wurde ihr klar, sie empfand sehr wohl noch etwas für ihn. Selbstverständlich würde sie ihm helfen, sein

