Mit Sebastians Hilfe bringe ich Michael nach draußen. Etwas abseits der Kapelle, bei einer Bank, bleiben wir stehen. Vorsichtig drücke ich ihn darauf nieder. “Setz dich hierhin!”, befehle ich fürsorglich. Und er gehorcht. Sebastian geht neben ihn in die Hocke. “Alles klar, Michael?” Michael starrt stumm geradeaus. Sebastian und ich wechseln mitleidige Blicke. Er wird aktiv und misst, sicherlich weil es seinem Berufsbild entspricht Michaels Puls. Verzweifelt setze ich mich neben ihn und lege ihm meinen Arm um die Schulter. “Schatz, sag doch was!”, flüstere ich. Zwar dreht er den Kopf, sieht aber durch mich hindurch. “Was hat er denn? Ist das der Schock?”, frage ich an Sebastian gewandt. Dieser nickt. “Ich nehme es an. Das hat ihm mehr zugesetzt als wir alle vermutet hatten. Scheinbar

