Die Frage

1049 Worte

Varian fragt Dove, ob sie eine Zukunft will – oder Freiheit. Sein Mund findet meinen, noch bevor der Gedanke sich richtig geformt hat. Nicht verzweifelt. Nicht nehmend. Nur warm, vertraut, sehnsüchtig. Ich öffne mich ihm trotzdem. Seine Hand gleitet zu meinem unteren Rücken, drückt mich näher an sich, als fürchte er, die Distanz könnte mich zum Gehen bewegen. Ich spüre, wie sein Atem stockt. Ich spüre, wie meiner antwortet. „Du bist noch da“, murmelt er gegen meine Lippen. „Noch“, flüstere ich. Das schmerzt ihn. Ich weiß es, denn es schmerzt mich auch. Er legt seine Stirn an meine. „Ich will dich nicht ausleihen.“ Ich schließe die Augen. „Dann tu es nicht.“ Stille breitet sich aus, dicht gefüllt mit Ungesagtem. Wir liegen ineinander verschlungen, halbnackt, die Nacht dringt du

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