Edens Arbeit-1a

674 Worte

Ich beginne mit meinem Namen. Ich schreibe ihn langsam, als könnte er verschwinden, wenn ich mich beeile. **Eden.** Die Tinte zittert. Meine Hand bebt noch immer, wenn ich mich an zu viel auf einmal erinnere. Ich lasse es zu. Ich glätte die Linien nicht. Ich korrigiere sie nicht. „Gut“, sage ich laut zu mir selbst. „Lass es krumm.“ Der Raum riecht nach Staub und altem Papier. Richtigem Papier. Nicht nach den weichen Erinnerungsblättern, die das System bevorzugte. Diese Seiten widersetzen sich mir. Sie kooperieren nicht. Das gefällt mir. Es klopft. Drei leise Klopfgeräusche. Vorsichtig. Immer vorsichtig jetzt. „Herein“, sage ich. Die Tür öffnet sich gerade so weit, dass Mira hindurchschlüpfen kann. Sie trägt ein Bündel loser Blätter an ihre Brust gedrückt wie ein Kind. „Ich habe e

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