Damals – tief im Wald, in der Nacht ohne Mond Es war nach einem Auftrag. Sie war verwundet, innerlich leer, zitternd vom Blut eines Mannes, den sie nicht hätte töten wollen. Sie hatte sich verirrt – nicht körperlich. Seelisch. Er fand sie. Nicht als Wolf, nicht als Schatten. Sondern als Mann. Seine Stimme war kaum ein Flüstern. "Du zitterst." Sie hatte die Klinge gezogen. Er hatte sie ihr aus der Hand genommen – ohne Gewalt. Nur mit Nähe. "Ich bin nicht zerbrochen," hatte sie gesagt. "Doch," hatte er geantwortet. "Aber ich auch." Er zog sie an sich. Nicht fordernd. Nicht rettend. Einfach – menschlich. Ihr Herz schlug hart gegen seine Brust. Seine Wärme war fremd, wild… und vertraut. Dann… küsste sie ihn. Erwachsen. Roh. Ohne Angst. Mit Zähnen. Mit Zunge. Sie wollte ihn

