KAPITEL FÜNFUNDSIEBZIG DAMONS SICHT Ich war wach, bevor die Sonne richtig aufgegangen war. Ich lag einen Moment still da, starrte an die Decke und lauschte. Das Rudel war still. Zu still. Ich hatte mich an den Rhythmus der Nacht gewöhnt. Das ferne Knarren der Dielen. Das leise Gemurmel der Wachen beim Schichtwechsel. Aber es war nicht die Stille, die mich aus dem Bett trieb. Es war Selene. Es war ihre Abwesenheit. Jede Nacht, seit sie sich in ihrem Zimmer eingeschlossen hatte, spürte ich eine Frequenz, die ich nicht benennen konnte. Ich konnte nicht erklären, woher ich es wusste. Nur, dass ich es wusste. Sie hatte sich völlig zurückgezogen und weigerte sich, ihr Zimmer zu verlassen oder zu trainieren. Ich war neulich bei ihr gewesen. Ich wusste nicht, was ich ihr sagen sollte, al

