KAPITEL NEUNUNDSIEBZIG DAMONS SICHT Eine Stunde später kam Draven zu mir. Ich stand im Flur vor dem Krankenflügel. Ich war nicht weit gegangen. Ich hatte mir vorgenommen, Elder Maera Bescheid zu geben, und die Nachricht dreimal im Kopf formuliert, aber keine davon abgeschickt, weil ich in jeder Version klar und deutlich sagen musste, was ich getan hatte. Und irgendwie war ich immer noch nicht ganz auf das vorbereitet, was folgen würde. Dravens Gesichtsausdruck, als er hereinkam, verriet mir, dass die Nachricht nicht länger warten konnte. „Ihr Zustand hat sich verändert“, sagte er. Ich folgte ihm hinein, ohne nach Einzelheiten zu fragen. Selene sah mir zunächst unverändert aus. Regungslos. Blass. Die Narbe an ihrem Hals war noch sichtbar. Dann sah ich genauer hin und bemerkte das fei

