KAPITEL SIEBENUNDDREISSIG Damons Sicht Ich stand länger vor Selenes Tür, als ich eigentlich wollte. Ich konnte sie spüren, noch bevor ich sie sah. Es war kein Geräusch, kein Geruch. Es war ein Sog. Ein tiefer, stetiger Sog in meiner Brust, der stärker wurde, je näher ich ihr kam. Mein Wolf drängte vorwärts, unruhig, fordernd. Ich presste die Zähne zusammen und stieß die Tür auf. Ich betrat das Zimmer. Selene war wach. Sie saß auf der Bettkante. Ihr Haar fiel ihr offen über den Rücken. Sie wirkte ruhig. Zu ruhig, angesichts all dessen, was geschehen war. Als sie den Blick hob und mich traf, traf mich der Sog mit voller Wucht. Er traf mich ohne Vorwarnung mit voller Wucht in die Brust. Meine Hände begannen zu zittern. Ich ballte sie zu Fäusten. Es fühlte sich an, als riefe sie m

