KAPITEL ZWEIUNDSECHZIG DAMONS SICHT Ich verließ das Zimmer kurz nachdem Selene gegangen war. Ich verließ meine Gemächer wortlos und eilte über das Gelände. Die Wachen hielten mich nicht auf. Sie sahen meinen Gesichtsausdruck und traten beiseite. Die Nacht war kühl und still, was jedes Geräusch umso schärfer erscheinen ließ. Ich fand sie nahe der Gartenmauer. Sie saß zusammengesunken auf der Steinbank, die Arme um sich geschlungen, die Schultern zitterten. Ihr Kopf war gesenkt, ihr Haar fiel ihr ins Gesicht. Sie weinte. Nicht leise. Nicht vorsichtig. Sie weinte, wie man weint, wenn man es nicht mehr zurückhalten kann. Ich blieb einige Schritte entfernt stehen. Einen Moment lang sah ich sie nur an. Nicht, weil ich zögerte zu helfen, sondern weil ich die Gefahr verstand, sie in d

