KAPITEL SIEBENUNDVIERZIG Damons Sicht Der Tag hätte reibungslos verlaufen sollen. Berichte abgegeben. Patrouilleneinteilung angepasst. Ratsanträge auf den Morgen verschoben. Alles hätte in Ordnung sein sollen. Doch ich saß noch lange nach Sonnenuntergang an meinem Schreibtisch, die Finger flach auf der polierten Oberfläche, unbeweglich. Die Stille in meinem Quartier bedrückte mich. Selene. Ich hatte sie heute weder gesehen noch gehört. Die Erkenntnis traf mich wie ein Schlag. Sie hatte heute nicht unter meiner Aufsicht trainiert. Sie hatte den allgemeinen Trainingsraum gewählt, und ich hatte es zugelassen. Ich redete mir ein, es sei die richtige Entscheidung gewesen und ich hätte das Richtige getan. Doch der Drang blieb. Ich stand auf und ging zum Fenster, den Blick hinunter in de

