Rapunzel starrte in die Kamera, das grelle Licht blendete sie. Hinter ihr stand ein Team aus Produzenten, Stylisten und Technikern, die mit Headsets herumliefen und hektisch Dinge in Mikrofone flüsterten. Vor ihr saß eine Moderatorin mit einem perfekt einstudierten Lächeln und einem Kartenstapel in der Hand. »Also, Rapunzel«, begann sie mit einer Stimme, die so glatt war, dass sie fast rutschte, »nach all den Skandalen, dem Drama und deiner Flucht aus dem Turm – warum jetzt Reality-TV?« Rapunzel setzte ihr bestes neutrales Gesicht auf. Die Frage war gut. Die Antwort war kompliziert. Aber die wahre Antwort – weil ich nicht weiß, wer ich ohne Öffentlichkeit bin – konnte sie nicht sagen. Also lächelte sie leicht in die Kamera und sagte: »Weil ich die Kontrolle über meine eigene Geschichte zu

