Fake it till you make it

476 Worte

Rapunzel saß auf ihrem perfekt arrangierten Samtsofa, das Licht fiel in genau dem richtigen Winkel durch das Turmfenster, ihr goldenes Haar war kunstvoll über die Lehne drapiert – als hätte sie sich völlig zufällig genau so hingesetzt. Natürlich war nichts daran zufällig. Jede Pose, jeder Winkel, jedes einzelne Haar auf ihrem Kopf war durchdacht. Sie öffnete die Kamera ihres Handys, überprüfte ihr Gesicht im Bildschirm und setzte ein leicht verträumtes Lächeln auf. Soft, aber nicht zu soft. Natürlich, aber nicht langweilig. Dann drückte sie auf Aufnahme. »Hey, meine Süßen! Heute ein ganz entspannter Tag hier im Turm… einfach mal ein bisschen Selfcare und Quality Time mit mir selbst.« Sie ließ den Satz locker klingen, als wäre ihr Leben pure Entspannung. Was sie nicht sagte: Dass sie seit

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