Arya POV
Zuhause schlüpfte ich in Jogginghose und Pulli. Ich erledigte größtenteils die Hausarbeit ehe ich raus ging. Wir hatten ein hübsches Haus am Waldrand. Und ich fand diesen Vorteil musste man ausnutzen. Schnell schnappte ich mir noch meinen Schirm und lief in den Wald hinein. Ich mochte irgendwie Regen. Viele Menschen hassten ihn oder fanden, dass er sie depressiv machte, aber mir war das egal. Ich fand ihn schön. Das Trommeln der Tropfen, die verschiedenen Farben die sich im Wasser spiegelten. Und natürlich die riesigen Pfützen. Wenn es um Pfützen und Essen ging, benahm ich mich wie ein Kleinkind. In jede musste ich rein springen. Meine Freunde an meiner alten Schule fanden diese Angewohnheit allerdings nicht mal halb so witzig. Denn immer wenn ich mit ihnen gelaufen bin und eine Pfütze kam, sprang ich in sie rein. Und meine Freunde,die neben mir liefen, hatten daraufhin immer nasse Hosen vom Spritzwasser. Ich weiß ich war schlimm. Aber ein paar Freuden im Leben musste man ja haben. Das Leben war schon scheiße genug. In meinen Gedanken versunken merkte ich erst später, dass leise Fiepsen neben mir. Ich blieb stehen und schaute mich um. Nichts war zu sehen. Komisch. Ich dachte ich hätte was gehört. Wieder kam dieses Fiepsen. Ich schaute nach unten. Drei triefend nasse kleine Flauschbällchen standen neben meinen Füßen. Ich beugte mich runter und sah, dass es Wolfswelpen waren. Was machten die nur im alleine draußen im Regen? Ich schaute mich um. Keine Wolfsmama weit und breit. Ich schaute wieder die Kleinen an, die sich mittlerweile einigermaßen trocken geschüttelt hatten. "Na ich Süßen. Was macht ihr den hier draußen so allein", fragte ich sie. Der eine kam näher zu mir her und rieb seinen Kopf an meinem Bein. Wie niedlich. Ich streichelte ihn am Kopf. Auch die anderen Beiden kamen nun her und wollten gekrault werden. Als ich einen unterm Kinn kraulte biss er mich. "Au", gab ich eher überrascht als schmerzend von mir. Der der mich gebissen hat fing wieder an zu fiepsen und leckte mir das Blut weg. "Hey, alles gut", beruhigte ich ihn. "Kau einfach nicht zu doll auf meiner Hand rum." Ich lächelte ihn an. Und er begann mit seinem Schwanz zu wedeln. Ach sind die niedlich. Plötzlich spitzten sie die Ohren und schienen auf irgendwas zu hören. Sie fiepsten noch einmal und schon waren sie los gerannt. Mitten durch den Regen. Wahrscheinlich hat ihre Mutter sie gerufen.